Parkhaus-Sanierung

Bauwerksuntersuchung und -analyse

Bei der Untersuchung von Parkhäusern, Parkdecks und Tiefgaragen stellen wir i.d.R. folgende Bauwerksschäden fest (abhängig vom Bauwerksalter und -qualität, Nutzungsgrad und Pflegezustand):

  • Chloridverseuchte Stell- und Fahrflächen
  • Gefahr der Lochfraßkorrosion am Bewehrungsstahl
  • Korrodierte Bewehrungsmatten/ -eisen ohne bzw. mit nur geringer Betonüberdeckung
  • Ausblühungen (Stalaktiten)
  • Gefahr von Lackschäden an KFZ durch Risse tropfendes alkalisches Wasser
  • ölverseuchte Betonoberflächen
  • Negatives Gefälle – schlechte oder keine Entwässerung
  • Gefahr von Frosttausalzschäden
  • Risse in Betonoberflächen begünstigen den Eintritt von Schleppwasser, Tausalzlösungen, Öle etc. und beschleunigen die Korrosion um das 100 bis 1000 fache
  • Falsche oder fehlende Dehnungsfugenausbildung
  • Hohlstellen und Betonabplatzungen
  • Durchfeuchtungen
  • Risse in der Beschichtung (Oberflächenschutzsystem)
  • Abplatzen der Beschichtung
  • Blasen in der Beschichtung
  • Abfahren der Beschichtung

Schadensursachen

Die Ermittlung der Schadensursachen und Feststellung des Ist-Zustandes (wesentlich für die Aufstellung eines Instandsetzungskonzeptes und -plan) sollte durch einen sachkundigen und fachkundigen Planungsingenieur erfolgen. Der Nachweis kann durch entsprechende Zertifikate z.B. zertifizierter sachkundiger Planer nach Rili DafStb bzw. zertifizierter sachkundiger Sachverständiger für Betonschäden erfolgen. (BZB Krefeld, GUEP)

Mögliche Schadensursachen sind:

  • ungenügende bis keine Entwässerung
  • grenzwärtige Chloridkonzentrationen an tragender Konstruktion
  • Carbonatisierung bis zur Bewehrungslage
  • mangelhafte Gefällesitutation
  • mangelhafte Abdichtung der Dehnungsfugen
  • geringe Betonüberdeckung
  • Einbaufehler beim Betonieren
  • Rissbildung durch lastbedingte Durchbiegung
  • Trennrisse infolge Zwängung
  • Schwindrisse durch Volumenveringerung
  • Enge Bauweisen verbunden mit unnötigem Rangieren führt zu Abrasionsproblemen
  • Verformung durch Feuchtigkeits- und Temperaturänderung
  • Planungsfehler
  • Ausführungsmängel
  • Nutzungsänderung
  • Rissbreitenbeschränkung des Betons und aufgetragene Beschichtung korrelieren nicht miteinander
  • ungenügende oder falsche Untergrundvorbereitung
  • geringe Haftzugwerte/ Abreißfestigkeit
  • geringe Druckfestigkeit
  • rückwärtige aufsteigende Feuchtigkeit
  • Beschichtungssystem nicht für die Belastung und Beanspruchung ausgelegt
  • fehlende Wartung bzw. ungenügende Wartungsintervalle

Sollten sie Fragen zu vorgenannten Punkten oder ähnlich gelagerten
Situationen haben sprechen sie uns an. Wir helfen ihnen!

Direkter Link zum zertifizierten sachkundigen Planer und Sachverständigen
nach Rili DafStb:

https://nib-instandhaltungsplanung.de/

Beschichtungssysteme

Die Auswahl eines entsprechenden Oberflächenschutzsystems hängt im wesentlichen vom Zustand des Bauwerks, den gestellten Anforderungen des Nutzers/ Betreibers und der geplanten Restnutzungsdauer ab. Ein weiteres sehr wesentliches Kriterium für die Auswahl eines Beschichtungssystems sollte nicht nur die Frage der nach der Optik, Reinigungsfähikgeit und Rissüberbrückungsfähigkeit sein.
Stichwort: Verschleißfestigkeit

Oberflächenschutzsysteme für Parkhäuser können starr oder elastisch ausgeführt werden. Die grundsätzlichen Anforderungen sind:

  • geprüft und zugelassen nach Rili Deutscher Ausschuss für Stahlbeton
  • Gewährleistung der Risseüberbrückung bei – 20 °C unter Lastwechsel
  • Sichere Haftung zum Betonuntergrund von mind. 1,5 N/mm²
  • Verschleißfest gegenüber den im Parkhaus üblichen mechanischen Belastungen
  • Frost- und Tausalzbeständig
  • Schwerentflammbar nach DIN 4102 B 1
  • Wasserundurchlässig – alterungsbeständig – alkalibeständig
  • Trittsichere Oberfläche (UVV)
  • Reinigungsfreundlich
  • Beständig gegen die im Parkhaus üblichen Medien z.B. Öl, Benzin, Diesel, Reiniger, Bremsflüssigkeit etc.
  • Helle freundliche Optik

Wir arbeiten in diesem Marktsegment mit folgenden Partnern zusammen:

  • Sika Deutschland GmbH, Stuttgart
  • Caparol Industrial Solutions GmbH, Ober-Ramstatt
  • StoCretec GmbH, Stühlingen

Auch andere namhafte Hersteller finden Anwendung, insbesondere bei der Sanierung von Parkhaus- bzw. Tiefgaragenflächen, auch Rampen, die keine längerfristigen Sperrungen zulassen. Bitte fordern Sie im Bedarfsfall einen gesonderten Objektberatungstermin an, um vorhandene Detailfragen zu besprechen.

Durch die ständige interne Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter auch in Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern gewährleisten wir Ihnen hohe Qualität in der Arbeitsausführung und somit für Sie Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit.

Tiefgaragensanierung

Die Instandsetzung von Tiefgaragen stellt hohe Anforderungen an die planenden Ingenieure und ausführenden Firmen. In relativ kurzer Bauzeit konnten auf zwei Ebenen über 1.200 Stellplätze durch Schädla Beton instand gesetzt werden. Der Altzustand der Tiefgarage war durch Chlorideintrag an den Boden- und Stützenflächen gekennzeichnet. Diverse Risse und Durchfeuchtungen in den Bodenflächen führten zu Abplatzungen und Ablösungen der Altbeschichtung. Die vorhandenen Gebäudedehnungsfugen waren mit einem Polyurethandichtstoff abgedichtet. Diese Dichtungen konnten die Bewegungen und mechanischen Lasten (PKW Überfahrten) nicht aufnehmen, so dass es zu Flankenabrissen und Undichtigkeiten kam.

Ein dauerhafter Schutz der Bausubstanz war nicht mehr gewährleistet.

Im Rahmen der Instandsetzung wurden folgende Arbeiten ausgeführt:

  • Instandsetzung der chloridkontaminierten Stützen mit Spritzbeton
  • lärmminimierter Rückbau der Altbeschichtung auf Epoxydharzbasis
  • Rückbau der schadhaften Fugen; Einbau flüssigkeitsdichter und befahrbarer Fugenprofile
  • Abdichtende GEL-Injektionen in Teilbereichen
  • Instandsetzung von Schadstellen in Decken-, Wand- und Bodenflächen
  • Einbau verschleißfester trittsicherer Beschichtung nach OS 8 zweifarbig
  • Einbau Oberflächenschutz an Wand- und Deckenflächen OS 2 + OS 4
  • Markierung der Stellplatzflächen

Die Bearbeitung und Planung der Arbeitsabläufe und Arbeitsflächen konnte so koordiniert werden, dass die Tiefgarage in großen Teilflächen den Mietern während der Instandsetzung zur Verfügung stand.

Wir bedanken uns bei allen an dem Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

Sie haben Fragen oder ein vergleichbares Projekt? Wir helfen ihnen!
Kontaktieren Sie uns unter Tel. 0511 – 699 094 oder Fax. 0511 – 69 53 49.

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