Parkhaus-Sanierung

Tiefgaragensanierung & Parkhaussanierung

Ablauf einer Tiefgaragensanierung/Parkhaussanierung

1. Planung der Sanierung

In der Regel sind beim Parkhaus oder der Tiefgarage tragende Bauteile, wie beispielsweise das Fundament, Bodenplatten, Wände und Stützen beschädigt. Daher muss die Sanierung  zwingend gemäß der Richtlinie für den Schutz und die Instandsetzung von Betonbauteilen des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton durchgeführt werden. 

Dabei schreiben die Richtlinien vor, dass Planung baulichen Instandsetzung durch einen sachkundigen Planer sowie die Ausführung durch ein Unternehmen mit besonderer fachlicher Qualifikation und Ausstattung durchgeführt werden muss.

Bei der Untersuchung von Parkhäusern, Parkdecks und Tiefgaragen vor der Sanierung stellen wir i.d.R. folgende Bauwerksschäden fest (abhängig vom Bauwerksalter und -qualität, Nutzungsgrad und Pflegezustand):

  • Chloridverseuchte Stell- und Fahrflächen
  • Gefahr der Lochfraßkorrosion am Bewehrungsstahl
  • Korrodierte Bewehrungsmatten/ -eisen ohne bzw. mit nur geringer Betonüberdeckung
  • Ausblühungen (Stalaktiten)
  • Gefahr von Lackschäden an KFZ durch Risse tropfendes alkalisches Wasser
  • ölverseuchte Betonoberflächen
  • Negatives Gefälle – schlechte oder keine Entwässerung
  • Gefahr von Frosttausalzschäden
  • Risse in Betonoberflächen begünstigen den Eintritt von Schleppwasser, Tausalzlösungen, Öle etc. und beschleunigen die Korrosion um das 100 bis 1000 fache
  • Falsche oder fehlende Dehnungsfugenausbildung
  • Hohlstellen und Betonabplatzungen
  • Durchfeuchtungen
  • Risse in der Beschichtung (Oberflächenschutzsystem)
  • Abplatzen der Beschichtung
  • Blasen in der Beschichtung
  • Abfahren der Beschichtung

2. Instandsetzung

Zunächst wird der aktuelle Ist-Zustand des Sanierungsobjektes von einem Planer ermittelt. Anhand der aufgefundenen Mängel wird ein Instandsetzungskonzept erarbeitet, welches den Soll-Zustand und die dafür notwendigen Maßnahmen beinhaltet. Diese werden nach den Wünschen des Bauherren und in kontinuierlicher Absprache festgelegt. Auf Basis des Instandsetzungskonzepts wird letztendlich das Leistungsverzeichnis, indem die konkreten Arbeitsschritten der Maßnahmen festgehalten sind, erstellt. 

3. Qualifizierte Ausführung

Die Instandhaltungsmaßnahmen können ausschließlich von einer qualifizierten Fachfirma ausgeführt werden, die über ausgebildetes Personal und eine professionelle Ausstattung verfügt. Wir, die Schädla GmbH & Co. KG, bietet Ihnen umfassende Sanierungen aus einer Hand. Alle Arbeiten werden entweder von uns oder unseren langjährigen und kompetenten Partnerfirmen ausgeführt. Dies bringt einige Vorteile für Sie als Bauherren und ihren Planer mit sich. Das Hauptargument besteht darin, dass sie lediglich einen Ansprechpartner haben. Dieser koordiniert alles rund um die Sanierung für Sie und achtet auf einen reibungslosen Ablauf aller erforderlichen Arbeiten. So kann eine frühzeitige Planung und fristgerechte Fertigstellung gewährt werden.

4. Bauzeiten und Aufwand 

Über den Erfolg und die Beständigkeit der Maßnahmen, ist vor allem die fachgerechte und vollständige Umsetzung der Planungsvorgaben sowie eine fachlich korrekte und solide Ausführung der Sanierung entscheidend. Seit fast hundert Jahren sind wir im Baugewerbe vertreten und verfügen über mehrere Jahrzehnte an Expertise im Bereich der Bausanierung. Unser qualifiziertes Team an Spezialisten setzt alles daran, jedes Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Schwierige Bestandssituationen stellen dabei kein Hindernis dar, denn mit modernster technischen Ausstattung sind wir immer in der Lage alle Vorgaben der Planung einwandfrei und sauber umzusetzen. Zudem bietet Ihnen unsere Mitglied in der Landesgütegemeinschaft für Instandsetzung von Betonbauwerken,  der MHAVO-Nachweis und unsere Präqualifizierung einen neutralen Garant für unsere außergewöhnliche Sachkunde und Eignung. Für die Gewährleistung besonderer Qualität der eingesetzten Materialien und die Erfahrung mit deren Umgang, zeichnet uns das RAL-Gütesiegel aus. So können Verzögerungen der Sanierung und Beeinträchtigungen für Bauherren und Nutzer der betroffenen Immobilie minimiert werden. Und sollte im Nachhinein doch etwas nicht passend sein, ist die Gewährleistung für unsere Arbeiten selbstverständlich. Zusammenfassend, ersparen wir Ihnen Zeit, Ärger und vor allem Kosten.

5. Reinigung und Wartung

Nach einer umfassenden Sanierung besteht das Ziel darin, den guten Zustand bestmöglich über einen langen Zeitraum zu erhalten. In der Regel wird bei modernen Sanierungen ein tausalzresistentes Oberflächenschutzsystem (OS) aufgebracht. Dies soll Schäden wie Chloridkorrosion vorbeugen. Bei ungeschützten Stahlbetonflächen, wird eine Korrosion durch regelmäßige Reinigung vermieden. So wird verhindert, dass sich die Einwirkzeit durch Tausalz von eingetragenen Chloriden verlängert. Werden die Oberflächen allerdings nicht regelmäßig gereinigt, wird das am Boden liegende Salz bei jedem Wassereintrag immer wieder angelöst. Die Folge ist eine frühzeitige Schädigung des Parkhauses oder der Tiefgarage durch Lochfraßkorrosion.

Beschichtete Oberflächen sind deutlich strapazierfähiger und kleine Risse oder Fugen im Beschichtungssystem können nur bei genauer Betrachtung und vorangegangener Reinigung erkannt werden. Aus diesem Grund ist es dringend ratsam vor und nach jeder Winterperiode eine professionelle maschinelle Nassreinigung durchzuführen. Desweiteren sollten die Oberflächen regelmäßig von einem Profi gewartet werden und auf Mängel wie Risse, Fehlstellen o.Ä. überprüft werden. Verschleißelemente (z.B. an Fugendichtstoffen, Beschichtung) sollten dabei im besten Fall erneuert werden. Unser individueller Service, Schädla GmbH & Co. KG, ist dabei passend auf Ihr Objekt zugeschnittenen. 

Schadensursachen

Die Ermittlung der Schadensursachen und Feststellung des Ist-Zustandes vor der Sanierung (wesentlich für die Aufstellung eines Instandsetzungskonzeptes und -plan) sollte durch einen sachkundigen und fachkundigen Planungsingenieur erfolgen. Der Nachweis kann durch entsprechende Zertifikate z.B. zertifizierter sachkundiger Planer nach Rili DafStb bzw. zertifizierter sachkundiger Sachverständiger für Betonschäden erfolgen. (BZB Krefeld, GUEP)

  • ungenügende bis keine Entwässerung
  • grenzwärtige Chloridkonzentrationen an tragender Konstruktion
  • Carbonatisierung bis zur Bewehrungslage
  • mangelhafte Gefällesitutation
  • mangelhafte Abdichtung der Dehnungsfugen
  • geringe Betonüberdeckung
  • Einbaufehler beim Betonieren
  • Rissbildung durch lastbedingte Durchbiegung
  • Trennrisse infolge Zwängung
  • Schwindrisse durch Volumenveringerung
  • Enge Bauweisen verbunden mit unnötigem Rangieren führt zu Abrasionsproblemen
  • Verformung durch Feuchtigkeits- und Temperaturänderung
  • Planungsfehler
  • Ausführungsmängel
  • Nutzungsänderung
  • Rissbreitenbeschränkung des Betons und aufgetragene Beschichtung korrelieren nicht miteinander
  • ungenügende oder falsche Untergrundvorbereitung
  • geringe Haftzugwerte/ Abreißfestigkeit
  • geringe Druckfestigkeit
  • rückwärtige aufsteigende Feuchtigkeit
  • Beschichtungssystem nicht für die Belastung und Beanspruchung ausgelegt
  • fehlende Wartung bzw. ungenügende Wartungsintervalle

Sollten sie Fragen zu vorgenannten Punkten oder ähnlich gelagerten
Situationen haben sprechen sie uns an. Wir helfen ihnen!

Beschichtungssysteme

Die Auswahl eines entsprechenden Oberflächenschutzsystems für das Parkhaus oder die Tiefgarage hängt im wesentlichen vom Zustand des Bauwerks, den gestellten Anforderungen des Nutzers/ Betreibers und der geplanten Restnutzungsdauer ab. Ein weiteres sehr wesentliches Kriterium für die Auswahl eines Beschichtungssystems sollte nicht nur die Frage der nach der Optik, Reinigungsfähikgeit und Rissüberbrückungsfähigkeit sein.
Stichwort: Verschleißfestigkeit

Oberflächenschutzsysteme für Parkhäuser können starr oder elastisch ausgeführt werden. Die grundsätzlichen Anforderungen sind:

  • geprüft und zugelassen nach Rili Deutscher Ausschuss für Stahlbeton
  • Gewährleistung der Risseüberbrückung bei – 20°C unter Lastwechsel
  • Sichere Haftung zum Betonuntergrund von mind. 1,5 N/mm²
  • Verschleißfest gegenüber den im Parkhaus üblichen mechanischen Belastungen
  • Frost- und Tausalzbeständig
  • Schwerentflammbar nach DIN 4102 B 1
  • Wasserundurchlässig – alterungsbeständig – alkalibeständig
  • Trittsichere Oberfläche (UVV)
  • Reinigungsfreundlich
  • Helle freundliche Optik

Wir arbeiten in diesem Marktsegment mit folgenden Partnern zusammen:

  • Sika Deutschland GmbH, Stuttgart
  • Caparol Industrial Solutions GmbH, Ober-Ramstatt
  • StoCretec GmbH, Stühlingen

Auch andere namhafte Hersteller finden Anwendung, insbesondere bei der Sanierung von Parkhaus- bzw. Tiefgaragenflächen, auch Rampen, die keine längerfristigen Sperrungen zulassen.

Durch die ständige interne Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter auch in Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern gewährleisten wir Ihnen hohe Qualität in der Arbeitsausführung und somit für Sie Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit.

Tiefgaragensanierung

Die Instandsetzung bzw. Sanierung von Tiefgaragen stellt hohe Anforderungen an die planenden Ingenieure und ausführenden Firmen. In relativ kurzer Bauzeit konnten auf zwei Ebenen über 1.200 Stellplätze durch Schädla Beton instand gesetzt werden. Der Altzustand der Tiefgarage war durch Chlorideintrag an den Boden- und Stützenflächen gekennzeichnet. Diverse Risse und Durchfeuchtungen in den Bodenflächen führten zu Abplatzungen und Ablösungen der Altbeschichtung. Die vorhandenen Gebäudedehnungsfugen waren mit einem Polyurethandichtstoff abgedichtet. Diese Dichtungen konnten die Bewegungen und mechanischen Lasten (PKW Überfahrten) nicht aufnehmen, so dass es zu Flankenabrissen und Undichtigkeiten kam.

Ein dauerhafter Schutz der Bausubstanz war nicht mehr gewährleistet.

Im Rahmen der Instandsetzung werden folgende Arbeiten ausgeführt:

  • Instandsetzung der chloridkontaminierten Stützen mit Spritzbeton
  • lärmminimierter Rückbau der Altbeschichtung auf Epoxydharzbasis
  • Rückbau der schadhaften Fugen; Einbau flüssigkeitsdichter und befahrbarer Fugenprofile
  • Abdichtende GEL-Injektionen in Teilbereichen
  • Instandsetzung von Schadstellen in Decken-, Wand- und Bodenflächen
  • Einbau verschleißfester trittsicherer Beschichtung nach OS 8 zweifarbig
  • Einbau Oberflächenschutz an Wand- und Deckenflächen OS 2 + OS 4
  • Markierung der Stellplatzflächen

Im Idealfall stehen dabei große Teilflächen den Mietern während der Instandsetzung zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei allen an dem Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

Sie haben Fragen oder ein vergleichbares Projekt? Wir helfen ihnen!
Kontaktieren Sie uns unter Tel. 0511 – 699 094 oder Fax. 0511 – 69 53 49.

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